COVID-19 hat weltweit viele Schulen vorübergehend schließen lassen. Mehr als 1,2 Milliarden Kinder und Jugendliche können weltweit keine Schule besuchen. Die Bildung hat sich dadurch erheblich verändert, vor allem durch den Aufstieg des E-Learnings, bei dem der Unterricht aus der Ferne und über digitale Plattformen stattfindet. Studien zufolge verbessert Online-Lernen nachweislich das Behalten von Wissen und erfordert weniger Zeit.
Auch wenn die Infektionsraten von Land zu Land unterschiedlich sind, hat die Pandemie für mehr als 2 Milliarden Kinder in 186 Ländern zu Schulausfällen geführt. Angesichts der abrupten Abkehr vom Klassenzimmer in vielen Teilen der Welt fragen sich manche, ob sich das Online-Lernen auch nach der Pandemie halten wird und wie ein solcher Wandel die globale Bildungsbranche verändern könnte.
Schon vor COVID-19 wuchs die Bildungstechnologie stark und fand breite Anwendung: Die weltweiten Investitionen in EdTech erreichten 2019 18,66 Milliarden US-Dollar, und für den Gesamtmarkt der Online-Bildung wurden bis 2025 350 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Ob Sprach-Apps, virtuelle Nachhilfe, Videokonferenzwerkzeuge oder Lernsoftware: Seit COVID-19 ist die Nutzung deutlich gestiegen.
Manche glauben, dass der ungeplante und schnelle Übergang zum Online-Lernen, ohne Schulung, mit unzureichender Bandbreite und kaum Vorbereitung, zu einer schlechten Nutzererfahrung führt, die langfristiges Wachstum bremst. Andere sind überzeugt, dass ein neues hybrides Bildungsmodell mit erheblichen Vorteilen entstehen wird.
Viele Hochschulen haben den Übergang bereits erfolgreich gemeistert. So gelang es der Hochschule „Linguas Vivas“, Studierende online mit BigBlueButton und seinen auf die Lehre zugeschnittenen Funktionen wirksamer zu unterrichten. Die Gulf University for Science and Technology (Kuwait) hat im März 2020 mit der Open-Source-Webkonferenzplattform auf Online-Lehre umgestellt.
Es gibt Belege dafür, dass Online-Lernen für Menschen mit Zugang zur passenden Technik in mehrfacher Hinsicht wirksamer sein kann. Mehreren Studien zufolge behalten Lernende online 25 bis 60 % mehr Inhalte, während im Klassenzimmer nur 8 bis 10 % hängen bleiben. Das liegt vor allem daran, dass Lernende online schneller vorankommen: E-Learning benötigt 40 bis 60 % weniger Lernzeit.
Die Wirksamkeit des Online-Lernens unterscheidet sich jedoch nach Altersgruppe. Nach weit verbreiteter Auffassung brauchen Kinder, insbesondere jüngere, ein strukturiertes Umfeld, weil sie sich leichter ablenken lassen. Um das Beste aus dem Online-Lernen herauszuholen, muss gezielt ein solcher Rahmen geschaffen werden, der über die bloße Nachbildung einer Präsenzstunde oder Vorlesung hinausgeht. Statt nur Videofunktionen einzusetzen, lassen sich vielfältige Werkzeuge für die Zusammenarbeit und Ansätze zur Aktivierung nutzen, die Inklusion, Personalisierung und Intelligenz fördern. Genau das bietet BigBlueButton mit seinen auf die Lehre zugeschnittenen Werkzeugen und Funktionen.





