14 Sep., 2021

RIADVICE veranstaltet die jährliche EuroBSDCon 2021 Konferenz

COVID-19 hat weltweit zur vorübergehenden Schließung vieler Schulen geführt. Über 1,2 Milliarden Jugendliche sind weltweit nicht in der Schule. Infolgedessen hat die Bildung erhebliche Veränderungen erfahren, einhergehend mit dem Aufstieg des E-Learning, bei dem der Unterricht aus der Ferne und über digitale Plattformen stattfindet. Untersuchungen zufolge hat sich gezeigt, dass das Online-Lernen die Informationsspeicherung verbessert und weniger Zeit in Anspruch nimmt.

Während die COVID-19-Infektionsraten der Länder variieren, hat die Pandemie zu Schulschließungen für über 2 Milliarden Kinder in 186 Ländern geführt. Angesichts der abrupten Abkehr vom Klassenzimmer in vielen Teilen der Welt fragen sich einige, ob die Einführung des Online-Lernens auch nach der Pandemie anhalten wird und wie sich ein solcher Wandel auf den globalen Bildungssektor auswirken könnte.

Bereits vor COVID-19 verzeichnete die Bildungstechnologie ein starkes Wachstum und eine hohe Akzeptanz: Die weltweiten Investitionen in Ed-Tech beliefen sich im Jahr 2019 auf $18,66 Milliarden US-Dollar, und für den Gesamtmarkt für Online-Bildung wird bis 2025 ein Volumen von $350 Milliarden prognostiziert. Ob Sprach-Apps, virtueller Nachhilfeunterricht, Videokonferenz-Tools oder Online-Lernsoftware – seit dem Ausbruch von COVID-19 ist die Nutzung deutlich angestiegen.

Während einige der Ansicht sind, dass der ungeplante und rasche Übergang zum Online-Lernen – ohne Schulung, mit unzureichender Bandbreite und geringer Vorbereitung – zu einer mangelhaften Nutzererfahrung führen wird, die das langfristige Wachstum behindert, glauben andere, dass ein neues hybrides Bildungsmodell mit erheblichen Vorteilen entstehen wird.

An vielen Universitäten sind bereits erfolgreiche Umstellungen gelungen. So gelang es beispielsweise der Universität “Linguas Vivas”, ihre Studierenden mithilfe von BigBlueButton und dessen speziell auf den Bildungsbereich zugeschnittenen Funktionen effektiver online zu unterrichten. Die Gulf University for Science and Technology (Kuwait) hat seit März 2020 mithilfe der Open-Source-Webkonferenzplattform auf Online-Unterricht umgestellt.

Es gibt Belege dafür, dass Online-Lernen für Menschen, die Zugang zur entsprechenden Technologie haben, in vielerlei Hinsicht effektiver sein kann. Mehreren Studien zufolge behalten Lernende, die online lernen, 25–60% mehr Lerninhalte im Gedächtnis als diejenigen, die im Klassenzimmer lernen und nur 8–10% behalten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Lernende online schneller lernen können; beim E-Learning dauert das Lernen 40–60% weniger lang.

Die Effizienz des Online-Lernens unterscheidet sich jedoch je nach Altersgruppe. Kinder, insbesondere jüngere, benötigen nach allgemeiner Auffassung ein strukturiertes Umfeld, da sie sich leichter ablenken lassen. Um das Online-Lernen optimal zu nutzen, müssen gezielte Anstrengungen unternommen werden, um diesen Rahmen zu schaffen. Dabei darf es nicht bei der bloßen Nachahmung eines Präsenzunterrichts oder einer Vorlesung durch den Einsatz von Videofunktionen bleiben; stattdessen könnten vielfältige Tools zur Zusammenarbeit und Ansätze zur Einbindung genutzt werden, die Inklusion, Personalisierung und Intelligenz fördern – wie sie BigBlueButton durch seine speziell auf den Bildungsbereich zugeschnittenen Tools und Funktionen bietet.

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